Scheidungs-/Familienrecht

Rechtsanwalt Henning Wessels (Fachanwalt für Sozialrecht und Familienrecht)

Scheidungs-/Familienrecht

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht in Bremen

Als Fachanwalt für Familienrecht werde ich Sie in einer für Sie schwierigen persönlichen und finanziellen Phase begleiten und die bestehenden Ansprüche mit dem gebotenen Nachdruck und Beharrlichkeit außergerichtlich und bei Bedarf auch gerichtlich für Sie geltend machen, bzw. überzogene Forderungen abwehren.

Gerne berate ich Sie auch über die Kosten eines einverständlichen Scheidungsverfahrens und Möglichkeiten, diese durch die Beauftragung eines Rechtsanwalts zu reduzieren. Eine sogenannte Online-Scheidung gehört selbstverständlich auch zu unserem Leistungsangebot. Ein Gespräch in dieser für Sie sehr persönlichen Angelegenheit halte ich gleichwohl für angezeigt, um Fragestellungen und Missverständnisse von vornherein auszuschließen. Ein entsprechendes Gespräch schafft die notwendige wechselseitige Vertrauensgrundlage, um das Scheidungsverfahren für alle Beteiligten erfolgreich und nervenschonend durchzuführen.

Ich werde Sie auch bundesweit in sämtlichen Angelegenheiten des Familien- und Scheidungsrechts vertreten.

Meine Tätigkeitsschwerpunkte im Familien- und Scheidungsrecht finden Sie nachfolgend

Sorgerecht

Regelungen zum Sorgerecht, § 1626 BGB, werden nach der Trennung der Eltern häufig sehr emotional geführt. Verheiratete Eheleute haben das gemeinsame Sorgerecht für die leiblichen Kinder. Hieran ändert weder die Trennung noch die Scheidung etwas. Nur schwerwiegende Verfehlungen des Ehemannes bzw. der Ehefrau können zum Entzug des Sorgerechts führen. Ein Aspekt des Sorgerechts ist das Umgangsrecht. Nach der Trennung gibt es häufig Streitigkeiten zum Umgang der beteiligten Eheleute mit den gemeinsamen Kindern. Für die Beteiligten stellt sich die Frage, wie oft darf ich meine Kinder sehen bzw. wie viel Umgangszeit muss ich dem Partner einräumen. Selbstverständlich versuchen wir die Streitigkeiten im Wohle der gemeinsamen Kinder zu entschärfen. Ein klärendes Gespräch hilft häufig. Sollte sich allerdings keine einvernehmliche Regelung erzielen lassen, werde ich die Umgangskontakte mit dem gebotenen Nachdruck beim zuständigen Familiengericht durchsetzen.

Zugewinnausgleich

Bei einer Scheidung werden auch die während der Ehe angehäuften Vermögen ausgeglichen. Hier gibt es immer wieder Streitigkeiten mit dem Partner bei gemeinsamen Immobilien, Pkws, Schenkungen der Eltern, Lebensversicherung, Firmenbewertungen, Erbschaften usw.
Ich werde Sie beraten, damit die von Ihnen eingebrachten bzw. gemeinsam aufgebauten Vermögenswerte entsprechende Berücksichtigung im Rahmen des Zugewinnausgleichsverfahrens finden und der auszugleichende Zugewinn gem. §§ 1373 ff. BGB dem tatsächlichen Vermögenszuwachs entspricht. Sollte sich außergerichtlich keine einvernehmliche Regelung erzielen lassen, werde ich vor dem für Sie zuständigen Familiengericht Ihre Ansprüche durchsetzen.

Regelungen zur Ehewohnung

Wer bleibt nach der Trennung in der jahrelang mit viel „gemeinsamer“ Mühe hergerichteten Immobilie oder Mietwohnung?
Niemand möchte nach einer Trennung sein gewohntes Wohnungsumfeld; vielleicht auch damit zusammenhängend die Kinder, zurücklassen und aus der ehelichen Wohnung ausziehen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass eine Trennung dauerhaft in den eigenen “4 Wänden“ nur in Ausnahmefällen funktioniert. Ich werde von daher versuchen, zunächst eine Kompromisslösung zu suchen. Gesetzliche Regelungen finden sich in den §§ 1361 b ff. BGB.
Sollte sich diese nicht erzielen lassen, werde ich ein entsprechendes Wohnungszuweisungsverfahren vor dem für Sie zuständigen Familiengericht einleiten.

Kindes– und Trennungsunterhalt

Verfüge ich nach Zahlung von Kindes- und Trennungsunterhalt noch über genügend finanzielle Mittel, um meinen eigenen Lebensbedarf sicher zu stellen? Wie viel Unterhalt steht mir und den Kindern zu? Was kann ich mir nach den Unterhaltszahlungen tatsächlich noch leisten?
Diese existenziellen Fragen der Beteiligten werde ich mit dem gebotenen Nachdruck durchsetzen bzw. abwehren. Der Kindesunterhalt richtet sich in diesem Zusammenhang nach der jeweils gültigen Düsseldorfer Tabelle und den Leitlinien des für Sie örtlich zuständigen Oberlandesgerichts.
Den Trennungsunterhalt werde ich nach entsprechender Auskunftsaufforderung beziffern und außergerichtlich bzw. gerichtlich geltend machen.
Überzogene Trennungsunterhaltsansprüche werde ich für Sie zurückweisen.

Nachehelicher Unterhalt

Bei dem nachehelichen Unterhalt stellt sich für den Zahlungspflichtigen die berechtigte Frage, wie lange muss ich nachehelichen Unterhalt für den Partner zahlen?
Für denjenigen, der nachehelichen Unterhalt begehrt, stellt sich die existenzielle Frage, erhalte ich überhaupt nachehelichen Unterhalt und wenn ja, wie lange?
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass durch die Unterhaltsreform nach der Scheidung die Erwerbsobliegenheit, also die Verpflichtung, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, verschärft wurde. Das heißt allein die Kindesbetreuung schließt die Verpflichtung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht aus.
Die Dauer der Befristung des nachehelichen Unterhalts ist jeweils vom konkreten Einzelfall abhängig. Allerdings hat der Gesetzgeber zum 01.01.2013 die Dauer der Ehe als Befristungskriterium beim nachehelichen Unterhalt gesetzlich normiert.

Ich werde auch in diesem Zusammenhang Ihre Ansprüche und berechtigten Interessen durchsetzen. Es kann in diesem Fall angezeigt sein, eine notarielle Vereinbarung mit dem Ehegatten über die Höhe und die Befristung des nachehelichen (nach der Scheidung) Unterhalts zu treffen. Sollten einvernehmliche Regelungen nicht erzielbar sein, werde ich Ihre Ansprüche vor dem für Sie zuständigen Familiengericht durchsetzen bzw. abwehren.

Vaterschaftsfeststellung

Häufig stellt sich erst nach mehreren Jahren heraus, dass Sie nicht der leibliche Vater des Kindes sind. Feststellungen zur Vaterschaft gem. §§ 1591 ff. BGB haben weitreichende Konsequenzen für den vermeintlichen „Vater“. Hieraus erwachsen insbesondere Unterhaltspflichten.
Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie nicht der Vater des Kindes sind, werden wir Sie umfangreich beraten, welche Möglichkeiten bestehen, das Nichtbestehen der Vaterschaft feststellen zu lassen. Wir werden Sie auch beraten, welche Ansprüche Ihnen zustehen, wenn das Nichtbestehen der Vaterschaft festgestellt wurde (Unterhaltsrückforderungen…). Warten Sie hiermit allerdings nicht zu lange, da die Anfechtung der Vaterschaft an Fristen geknüpft ist.

Gesetzlicher Forderungsübergang von Unterhaltsansprüchen auf das Sozialamt, § 94 SGB XII

Ihr Vater bzw. Ihre Mutter erhalten von dem Sozialamt Grundsicherungsleistungen (Sozialhilfe), z.B. wenn sich diese in einem Pflegeheim befinden und die Pflegekosten nicht vollständig bezahlen können oder das Sozialamt zahlt Ihren Eltern laufende Sozialhilfe.
In der Regel werden Sie nach der Vorleistung durch den Sozialhilfeträger von diesem angeschrieben und zur Auskunft über Ihr Einkommen und Ihr Vermögen aufgefordert (Überleitungsanzeige). Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Sozialhilfeträger häufig formale und materielle Fehler bei der Festsetzung des zu zahlenden Unterhalts für Ihre Eltern begehen. Ich werde die entsprechenden Bescheide überprüfen und die oftmals überzogenen und unbegründeten Forderungen des Sozialhilfeträgers abwehren.

Einverständliche (Online-)Scheidungen

Sich trennen und scheiden ist in erster Linie nervenaufreibend und teuer. Die Kosten des Scheidungsverfahrens lassen sich aber reduzieren, wenn die Scheidung mit einem Rechtsanwalt durchgeführt wird.
Die Scheidung mit einem Scheidungsanwalt setzt voraus, dass die streitigen Fragen, insbesondere Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinn zwischen den Beteiligten geklärt bzw. unstreitig sind.
Die Beauftragung des Rechtsanwalts erfolgt entweder durch den Ehemann oder die Ehefrau. Gerne stehen wir auch für ein gemeinsames Gespräch vorab zur Verfügung.
Der Rechtsanwalt wird auch nur für denjenigen tätig und reicht den Scheidungsantrag ein, der ihn beauftragt hat.